theater-51grad „Erschöpfte Demokratie“

(Berlin / 28.06.2017 – openPR) 25 Jahre nach der friedlichen Revolution und dem Mauerfall, dem hoffnungsvollen Aufbruch in eine neue Zeit, bestimmen Krisen unser Leben.

Gesellschaftliche und politische Umbrüche erschüttern unsere Demokratien in Europa, Amerika – weltweit. Umwelt, Klima, Flüchtlinge, Arbeit, Finanzen, Schulden – um uns herum scheint alles auseinander zu brechen. Hoffnungsfrohe Aufbrüche im Arabischen Frühling haben uns scheinbar neben der Flüchtlingskrise auch den Terror beschert. Der Wachstum des Neokapitalismus überhäuft uns mit Finanz- und Bankenkrisen und untergräbt soziale Errungenschaften.

Angesichts der Terrorwarnungen und Amokläufe werden demokratische Werte mittels der Ausrufung des Ausnahmezustands untergraben. Und mit vorauseilendem Gehorsam opfern wir Privatsphäre und Datenschutz. Ein apokalyptischer Strudel dem die Demokratie nichts entgegenzusetzen hat? Wo bleibt die Utopie? Kann Utopisches heute überhaupt noch gedacht werden oder wird es vom allgegenwärtigen negativen Menschenbild (dem Bild vom Anderen als Schwachen, Bösen und Gierigen) einfach hinweggefegt, wie ein Sandkorn im Sturm.

Mit dem noch jungen Wissenschaftsgebiet der Epigenik müssten wir aber zu dem Schluss gelangen, dass wir besser positive als negative Impulse in die Welt setzen sollten. Sagt doch eine Theorie der Epigenetik, dass Erfahrungen (wie z.B. traumatische Erlebnisse) die Gene verändern und an die nächsten Generationen vererben können. Das theater-51grad will nicht die apokalyptischen Zukunftsvisionen nachzeichnen, sondern sich auf den schwierigen Weg der Suche nach positiven Denkmodellen begeben.

Können wir von anderen Gesellschaftsformen lernen, wie z.B. von den Ameisen, die schon seit 150 Mio. Jahren erfolgreich in Zivilisationen zusammenleben? Gibt es nicht heute schon zahlreiche Denkansätze und Modelle, die sich bereits in Parallelgesellschaften und Kleinststrukturen entwickeln, wie dies der im Juni 2016 herausgekommene Film „tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ eindrücklich zeigt. In einer Art theatralem Forschungslabor untersucht das theater-51grad verschiedene utopische Modelle und lädt das Publikum ein, sich in einen Feldversuch auf eine Reise in visionäre alternative Lebensentwürfe zu begeben.

„Ein kleiner Schritt für einen großen Sprung“ frei nach Neil Armstrong

Mit: Marc Fischer, Helena Aljona Kühn, Tomasso Tessitori, Petra Weimer
Regie: Andrea Bleikamp
Text & Dramaturgie: Rosi Ulrich
Musik/Sound: Sibin Vassilev
Ant-Installation: Kuai Shen
Video/Rauminstallation: Kerstin Unger
Kostüm: Sabine Schneider
Kommunikation: K3

Eine Produktion des theater-51grad zu Gast am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, in Kooperation mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln.
Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.

theater-51grad: ERSCHÖPFTE DEMOKRATIE
Wiederaufnahme Berlin: 18. – 21. Juli 2017, 20 Uhr

Veranstaltungsort: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung,
Lentzeallee 94, 14915 Berlin
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro
Kartenreservierung: 0160 8020996 oder .
Aufgrund eingeschränkter Platzkapazität bitten wir um vorherige Anmeldung

Pressemitteilung von: Theater-51grad.com

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