Georg Korners monumentale Plastikengruppe TRANSIT: Ein Höhepunkt des Gallery Weekends Berlin 2017

(Berlin / 01.05.2017 – direkt: Atelier Georg Korner) In der Berichterstattung über das Gallery Weekend Berlin stand der Bildhauer Georg Korner und seine monumentale Plastikengruppe TRANSIT ganz vorne – neben Oscar-Anwärterin Isabelle Huppert und Malerstar Jonas Burgert.

Bildhauer Georg Korner kurz nach Beginn der Arbeit an TRANSIT im Jahr 2015. Foto: Brae Talon
Bildhauer Georg Korner kurz nach Beginn der Arbeit an TRANSIT im Jahr 2015. Foto: Brae Talon
Bildzeitung, Welt, Berliner Kurier, Deutsche Welle und weitere Medien berichteten.

Drei Tage lang war Korners Atelier, weit abseits der Besucherströme im Stadtteil Wedding gelegen, geöffnet. Dennoch fanden zahlreiche Kunstfreunde ihren Weg dorthin, um die Skulpturengruppe TRANSIT zu besichtigen.

Dicht an dicht, neben- und hintereinander, reiht sich in einer stufenartigen Anordnung im 45-Grad-Winkel ein bizarres Figurenprogramm: Würdenträger, Heilige, Märtyrer und Propheten jeglicher Religionen, Delinquenten der spanischen Inquisition, Stars, Idole und Ikonen der Pop- und Rockkultur, mythologische Figuren, Kämpfer und Soldaten mit Gasmasken, Comic-Helden wie Batman und Bart Simpson, Burka-Trägerinnen, Riten- und Kultfigurationen, Selbstmord-Attentäter mit Sprengstoffgürtel, Figuren aus der deutschen Geschichte wie der verwundete Stalingradkämpfer mit entblößtem Oberkörper und zerschossenem Gesicht – eine Parodie auf das Werk Arno Brekers, Leni Riefenstahl mit Handkamera und Angela Merkel. Dazwischen immer wieder gewöhnliche Menschen. Sie alle befinden sich im Transit, im Übergang von der einen auf die andere Seite. Der Sprengstoffattentäter kurz vor der Zündung, die Hochschwangere, Batman, die Kanzlerin auf ihrem riskanten Pfad zwischen Triumph und Niederlage.

Link zur Website über Georg Korner und TRANSIT: http://www.georg-korner-transit.com/

Biografie:
Geboren 1954 in Plauen/ Vogtland, Kindheit in Dresden und Berlin, 1973 Abitur.
1975 – 1983 Ausbildung zum Steinmetz und Bildhauer in Berlin.
1977 – 1985 Arbeit in einer staatlichen Bildhauerwerkstatt in Berlin.
Seit 1977 Arbeit als Restaurator für Klassizismus und Barock, unter anderem Mitwirkung an der Rekonstruktion des Berliner Gendarmenmarkts.
1987 – 1993 Regie, Bühnenbilder und Rauminstallationen für das freie Theaterprojekt „Lautlinie“.
2012 Zusammenarbeit mit Fotograf Michel Comte für dessen Film „The Girl From Nagasaki“, vorgestellt am Sundance Film Festival 2014.
2003 – 2015 konzeptionelle bildhauerische Projektarbeit für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses.
Mit der Leitung der Bildhauerwerkstatt für die Stadtschloss-Rekonstruktion in Berlin-Weißensee, die er von 2003 bis 2015 innehatte, befasste sich Korner umfassend mit dem Thema Barock, insbesondere mit den Arbeiten Luigi Berninis und dessen Söhnen in Italien und der Bildhauerkunst der griechischen Antike. Er entwickelte Prototypen des Skulpturen- und Ornamentprogramms sämtlicher Architekturachsen und des Schlüterhofs, unter anderem gelang ihm als erstes eine neue Urform der nach dem Abriss des Schlosses 1950 verschollenen monumentalen Figur Borussia. Alle Modelle entstanden in Korners Werkstatt.

Artikel über Georg Matthias Korner aus der „Berliner Zeitung“: http://bit.ly/2cud5xQ

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