ZKM-Ausstellungsserie „Poetische Expansionen“ (01.04.-22.10.2017) mit Positionen von Nanni Balestrini, Hansjörg Mayer, Gerhard Rühm, Helmut Heißenbüttel, Konrad Balder Schäuffelen und Reinhard Döhl

(Karlsruhe / 29.03.2017 – ots) Drei Ausstellungen – Retrospektiven von Nanni Balestrini (*1935), Hansjörg Mayer (*1943) und Gerhard Rühm (*1930) – eröffnen die Ausstellungsserie „Poetische Expansionen“, die im Juli 2017 mit Reinhard Döhl, Helmut Heißenbüttel und Konrad Balder Schäuffelen fortgesetzt wird.

ZKM-Ausstellungsserie "Poetische Expansionen" (01.04.-22.10.2017) Foto: obs/ZKM Karlsruhe
ZKM-Ausstellungsserie „Poetische Expansionen“ (01.04.-22.10.2017) Foto: obs/ZKM Karlsruhe
„Poetische Expansionen“ präsentiert mit einer Serie ausgewählter Positionen eine der wichtigsten Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts: die Erweiterung der künstlerischen Medien.

In den 1950er- bis 1970er-Jahren entstanden neue künstlerische Formen, indem die Grenzen zwischen Text, Bild, Objekt, Theater und Musik aufgehoben wurden und sich die Kunst von ihren herkömmlichen Materialien und Produktionsverfahren löste und für technische Medien öffnete.

Ziel der Ausstellungsreihe „Poetische Expansionen“ ist zu zeigen, dass entscheidende Impulse für diese Entwicklung aus der Dichtung und der Literatur kamen. Dichter und Künstler wie Nanni Balestrini, Gerhard Rühm, Konrad Balder Schäuffelen sowie Reinhard Döhl, Helmut Heißenbüttel und Hansjörg Mayer, Vertreter der Stuttgarter Schule, traten das Erbe Mallarmés, der Futuristen und Dadaisten an, die den Text aus der Linearität und dem Zwang der Narration befreit hatten.

Buchstaben, Zeichen und Laute wurden zu Material. In Form von Objekten, Aktionen und Performances eroberten sie die dritte Dimension, den Raum, und die vierte Dimension, die Zeit. „Poetische Expansionen“ zeigt die mediale Revolution der Künste, geboren aus der Auseinandersetzung mit sprachlicher Kommunikation nach dem Ende der Gutenberg-Galaxis und dem Beginn des Turing-Universums.

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